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Informationen zur Historie der Charité Frauenklinik und dem Campus Virchow-Klinikum

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Matthias David

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Charité-Kalender zum 200. Geburtstag von Rudolf Virchow

Rudolf Virchow (1821-1902) war eine herausragende Persönlichkeit der Medizin des 19. Jahrhunderts, dessen wissenschaftliche Leistungen eng mit der Charité verbunden sind und für die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Medizin Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts richtungsweisend waren. 2021 begehen wir Virchows 200. Geburtstag.

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jalid Sehouli
Prof. Dr. med. Matthias David

Alle historischen Postkarten: Sammlung M. David
Alle Fotos (M. David) wurden in den Jahren 2017 bis 2020 aufgenommen.

 

Zum Download des gesamten Kalenders hier klicken.

Videospezial zu Rudolf Virchow

Charité & Mayo-Clinic

Berliner Universität/Charité und die Mayo-Clinic:
Medizinhistorische Anmerkungen zur Entwicklung des wissenschaftlichen Austausches zwischen den USA und Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Zum Download der Poster klicken Sie bitte auf die Bilder.

Chronik der Charité-Frauenklinik (Campus Virchow-Klinikum)

Chronik der Charité-Frauenklinik (Campus Mitte)

Alle Nobelpreisträger der Charité

Objekt des Monats Februar

Übliches T-förmiges IUD und Gräfenberg-Ring im Größenvergleich. Der intrauterin gelegene Ring war ein Zufalls(be)fund bei einer hochaltrigen Patientin. 

Ernst Gräfenberg (1881 – 1957) hatte solche, später nach ihm benannten Ringe zur Schwangerschaftsverhütung in den 1920er Jahren während seiner Zeit als niedergelassener Gynäkologe in Berlin entwickelt. Die meisten Gräfenberg-Ringe bestanden aus sog. technischem Silber, das einen relativ hohen Kupferanteil aufwies, sodass Ernst Gräfenberg unbewusst auch der Erfinder der ersten Kupferspirale war.

Objekt des Monats März

Die beiden Fotos zeigen Ausschnitt aus einem farbigen Gemälde und einer s/w-Grafik, die beide den ehem. Direktor der Berlin Universitäts-Frauenklinik Ernst Bumm (1858-1925) bei einer Operation zeigen und die sich beide durch Ankauf bzw. Schenkung im Besitz der Klinik für Gynäkologie der Charité befinden.

Das großformatige Ölgemälde „Geheimrat Bumm bei einer Operation“ des Berliner Malers Reinhard Hübner (1924) zeigt ein Sujet des modernen Klinikbetriebs: ein Gruppenporträt. Das Bild ist eine sog. Zweitfassung; die etwas anders und detaillierter gestaltete Erstfassung war im Berliner Langbeck-Virchow-Haus zu sehen und wurde wahrscheinlich während des II. Weltkriegs zerstört. Zugunsten der Erkennbarkeit und wohl auch, um die ganze Szene repräsentativer erscheinen zu lassen, wurden die in den 1920er Jahren durchaus gebräuchliche besondere Kleidung im OP-Saal weggelassen. Der Maler verzichtet zudem darauf, die weitere, u.U. ablenkende Ausstattung des Operationssaals darzustellen.

Anders ist dies bei der Grafik „Bumm bei der ´Radikalen´“ von Anni Müllensiefen (1879-1927), die etwa A4-Fomat hat und vermutlich Anfang der 1920er Jahre im Operationssaal der Klinik in der Artilleriestraße entstand. Hier wirkt die Operationssituation sehr realistisch - Bumm und die beiden Assistenten tragen OP-Mütze, Mundschutz und Handschuhe. Anni Müllensiefen hat später auf Bumms Wunsch hin auch die grafischen Ausstattung seines postum erschienenen „Lehrbuchs der Gynäkologie“ übernommen. Hier finden sich insgesamt 159 hervorragende Abbildungen von ihr.

Objekt des Monats April

Zumindest an den Universitäts-(Frauen-)Kliniken gehörte im 20. Jahrhundert eine eigene Bibliothek zur üblichen Raumausstattung. Auch bei der Konzeption der sog. Nordschiene, in der sich die heutige Frauenklinik am Campus Virchow-Klinikum befindet, wurde in der ersten Etage des Gebäudes eine Klinikbibliothek, die gleichzeitig als Besprechungsraum dienen sollte, eingeplant, die seit dem Erstbezug des Gebäudes im November 1995 bis heute existiert. Hier wurden u.a. im Rahmen der Klinikzusammenlegungen die Buchbestände aus der Bibliothek der Universitätsfrauenklinik Charlottenburg/Pulsstraße integriert. Durch Umstrukturierungen des Bibliothekswesens in der Charité und ein veränderts Nutzungsverhalten werden für die Klinikbibliothek seit mehr al 15 Jahren keine neuen Bücher mehr gekauft. Stattdessen haben mehrere externe Ärztinnen und Ärzte der Klinik zahlreiche antiquarische Bücher und Zeitschriftenbände geschenkt.

Eine der letzten Schenkungen beinhaltete vier Broschüren zu einem immer aktuellen Thema: „Diagnostische und therapeutische Irrtümer und ihre Verhütung. Frauenheilkunde“, herausgegeben von Prof. Dr. J. Schwalbe, Geh. Sanitätsrat in Berlin. Die einzelnen Hefte sind von seinerzeit namhaften Gynäkologen (Prof. von Jaschke, Prof. Fehling, Prof. Reifferscheid) erarbeitet worden. Eine Rezension zum letzten Heft („Chirurgie“) von 1928 fasst die Bedeutung diese Reihe so zusammen: „Mit dem vorliegenden Heft, das mit zahlreichen instruktiven Abbildungen versehen ist, hat das im Jahre 1917 begonnene Sammelwerk seinen Abschluß gefunden. Wir können auf Grund zahlreicher, dem Referenten zur Kenntnis gekommener Hefte dem Herausgeber und Verleger unseren Glückwunsch und unsere Anerkennung aussprechen für das in seiner Art kaum in der Weltliteratur sein Gleiches findende Ergänzungswerk für die Diagnostik und Therapie auf dem Gesamtgebiete der Medizin…“

Objekt des Monats Mai

Als das Rudolf-Virchow-Krankenhaus (RVK), der heutige Campus Virchow-Klinikum der Charité, vor 115 Jahren nach siebenjähriger Bauzeit im Oktober 1906 seiner Bestimmung übergeben wurde, erregte es im In- und Ausland Aufsehen und Bewunderung. 55 Gebäude waren über eine Fläche von 25,7 ha angeordnet worden. Die Längsachse bildet auch heute noch eine in vier Reihen bepflanzte Kastanienallee, an der damals ein- oder zweigeschossige Pavillons lagen. Die Kranken hatten überall den Blick ins Grüne, so dass das das RVK schon bald den Beinamen „Gartenstadt für Kranke“ erhielt.  Ältester Baum auf dem Klinikgelände mit einem geschätzten Mindestalter von 130 Jahren, einer Wuchshöhe von ca. 28 m und einen Kronendurchmesser von etwa 25 m dürfte die Platane im Bereich der ehem. Seuchen- und heutigen Sonderisolierstation (SIS) sein, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Objekt des Monats Juni

Siegelmarke des RVK, vermutlich erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (Sammlung M. David, Foto: M. David)

Objekt des Monats Juni ist eine sog. Siegelmarke. In diesem Fall handelt es sich um eine 4 cm große, blau-weiße Marke der „Direction Städtisches Rudolph Virchow Krankenhaus Berlin“ mit einem in der Mitte geprägten Wappen, in dem mit etwas Mühe der Berliner Bär zu erkennen ist. Auffällig ist die falsche Schreibweise von Virchows Vornamen mit ph statt f.

Siegelmarken ähneln Briefmarken und ihr Sammeln wird einem Teilgebiet der Philatelie, der Erinnophilie, zugeordnet – dem Sammeln nicht-postalischer Gedenkmarken. Sie dienten als Aufklebesiegel, mit dem die Echtheit und Unversehrtheit eines Briefumschlags, einer sonstigen (Post-)Sendung oder eines Schriftstücks gewährleistet werden sollte. Sie sind meist rund oder oval, rundherum gezähnt sowie maximal 3-4 cm groß und weisen oft eine gummierte Rückseite auf. Siegelmarken wurden vor allem zwischen 1850 und 1950 benutzt. Die Papiermarken lösten das bis dahin üblichen Wachssiegel ab. Die meisten Siegelmarken stammen aus dem Deutschen Kaiserreich und wurden bis zum Ende vom Ersten Weltkrieg ausgegeben. Aus den Firmen-Siegelmarken entwickelten sich um 1870 die sog. Reklamemarken.

 

Objekt des Monats Juli

Objekt des Monats Juli 2021 ist ein wertvoller „Geburtshülflich-anatomischer Atlas“ von Prof. Dr. G. Leopold (1846-1911) mit dem Titel „UTERUS UND KIND von der ersten Woche der Schwangerschaft bis zum Beginn der Geburt, und der Aufbau der Plazenta“ (Abb. 1) aus dem Bestand der Klinikbibliothek der Frauenklinik/ CVK

Der im Format A2 gedruckte Atlas enthält 30 Seiten ("Tafeln") mit insgesamt 49 Abbildungen, die jeweils dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch beschriftet sind, und ist 1897 im Hirzel-Verlag Leipzig erschienen. 

Der Autor, der heute noch durch die nach ihm benannten vier geburtshilflichen Handgriffe „zur äusseren Untersuchung“ der Schwangeren und Feststellung von Kindslage und vorangehendem Teil bekannt ist, war zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses besonderen Atlas Geheimer Medicinalrat, Direktor der Kgl. Frauenklinik und ordentliches Mitglied des Kgl. Landes-Medicinal-Collegium in Dresden. 

Bei den 49 Abbildungen handelt es sich vor allem um s/w-Zeichnungen (Abb. 2), teils aber auch farbig ausgeführte Abbildungen nach anatomischen Originalpräparaten bzw. Gefrierschnitt von verstorbenen Schwangeren, die u.a. die Lage des Kindes im Uterus bzw. im kleinen Becken zeigen. Die „Fig. 49“ beeindruckt durch die exakte Darstellung des Aufbaus der Plazenta (Abb. 3).

Objekt des Monats August

Reklamemarke mit Virchow-Porträt, vermutlich 1910er Jahre (Sammlung M. David, Foto: M. David)

Aus Anlass des bevorstehenden 200. Geburtstags von Rudolf Virchow (13.10.1821 – 5.9.1902) wird es thematisch beim „Objekt des Monats“ bis Oktober im näheren und weiteren Sinne um den Jubilar gehen, zumal der Campus Virchow-Klinikum nicht nur seinen Namen trägt, sondern als Rudolf-Virchow-Krankenhaus vor 115 Jahren seine Pforten für Patienten öffnete.

„Objekt des Monats August“ ist eine sog. Reklamemarke der Firma Remy aus Heerdt, einem Stadtteil von Düsseldorf, mit einem farbigen Brustbild Rudolf Virchows, auf dem er den Betrachter/die Betrachterin skeptisch-fragend durch seine runde Brille anschaut. Die Marke hat eine Größe von 45 x 60mm und ist gezähnt, sie imitiert damit eine Briefmarke.

Reklamemarken dienten aber nicht der Freimachung von Briefen und Paketen, sondern man verwendete diese zum Verschließen oder auch zur Verzierung der Briefpost. Reklamemarken entstanden Ende des 19. Jahrhunderts und entwickelten sich aus den Behörden- und Siegelmarken (siehe Objekt des Monats Juni). Nachdem die Firmen den Sammelwert dieser Marken erkannt hatten, verwandelten diese sich zu kleinen Kunstwerken. Die Hochzeit der Reklamemarken war die Dekade zwischen 1910 und 1920.

Häufig erschienen diese als Serien. Auch die „Virchow-Marke“ war Teil einer Serie, man findet die Serien- und die Bildnummer links und rechts unterhalb des farbigen Aufdrucks.

Die von der Firma Remy in Auftrag gegebene Serie umfasste Marken mit den Porträts berühmter Künstler, Naturwissenschaftler und Ärzte aus Deutschland (u.a. Beethoven, Gutenberg, Goethe, Hauptmann, Koch, Lenbach, Röntgen, Schopenhauer, Virchow) und dem europäischen Ausland (u.a. Moliere, Nobel, Rubens, Stephenson).

Passenderweise trägt Virchow auf dem Markenbild einen „Vatermörder“, einen weißen gestärkten, nach vorn offenen Stehkragen – die in inzwischen nicht mehr existierende Firma Remy produzierte Puddingpulver und (Reis-)Stärke zum Stärken von Wäschestücken.

 

Objekt des Monats September

Aus Anlass des unmittelbar bevorstehenden 200. Geburtstags Rudolf Virchows werden die Objekte der nächsten vier Monate immer einen unmittelbaren Bezug zu dieser bedeutenden deutschen Persönlichkeit haben. 

Das Objekt des Monats September kann jederzeit im zweiten Durchgang des Gebäudes, in dem heute das Deutsche Herzzentrum untergebracht ist, besichtigt werden. – Dort ist an der rechten Wandseite ein Bronzerelief angebracht, das Rudolf Virchow im Profil zeigt. Darunter befindet sich eine weiße, im Oktober 1988 eingeweihte sog. Berliner Gedenktafel aus KPM-Porzellan mit dieser blauen Inschrift: „Rudolf Virchow/ 13.10.1821-5.9.1902 / Arzt und Politiker/Gründer der Zellularpathologie/ Langjähriger Stadtverordneter von Berlin/ und bedeutender liberaler Parlamentarier/ im Preußischen Landtag und Deutschen Reichstag/ Er wirkte mit am Ausbau des Gesundheits- und/ Hygienewesens in Berlin.“

SCHULD. TRADITION. VERANTWORTUNG.

Erhältlich im be.bra Verlag

Die universitäre Frauenheilkunde in Berlin während des Nationalsozialismus.

Auch Medizin ist Teil der Zeitgeschichte. Das Fach Frauenheilkunde ist in besonderer Weise dafür prädestiniert, die Rolle von Ärzten bei der Umsetzung des Gesetzes zur Zwangssterilisation "Erbkranker" zu erforschen. Die Beiträge in diesem Band widmen sich aus verschiedenen Perspektiven den Komplexen Schuld, Tradition und Verantwortung am Beispiel der Charité, ihrer beiden Frauenkliniken und von Medizinern aus ihrem Umfeld in den Jahren 1933 bis 1945. Dabei geht es um die Aufarbeitung historischer Ereignisse und Zusammenhänge, aber auch um die Möglichkeiten und Grenzen widerständigen Handelns in der Diktatur und um die Bedeutung des Erinnerns für die gegenwärtige klinische Medizin.


Mit Beiträgen von Matthias David, Fritz Dross, Andreas D. Ebert, Wolfgang Frobenius, Hanfried Helmchen, Tobias Korenke, Hans-Joachim Lang, Susanne Michl, Volker Roelcke, Sabine Schleiermacher, Mathias Schmidt, Jalid Sehouli, Jacqueline Turek, Hendrik Uhlendahl und Jens Westemeier.

 

Zum be.bra Verlag: hier klicken.

„Schuld, Tradition und Verantwortung“: Symposium zur Rolle der Frauenheilkunde im Nationalsozialismus

Wie haben sich Berliner Ärzte für Frauenheilkunde im Nationalsozialismus verhalten? Welche Rolle spielten die Charité als Institution und die Fachgesellschaften? In einem Online-Symposium der Charité-Klinik für Gynäkologie gehen Expertinnen und Experten der Medizingeschichte, Fachärzte für Gynäkologie und für Psychiatrie den Fragen zu Schuld, Tradition und Verantwortung nach.

Im Namen der Wissenschaft wurden zwischen 1933 und 1945 Grenzen der Ethik und Menschlichkeit überschritten. Wie haben Angehörige der Charité und der Universitätsfrauenklinik die nationalsozialistische Gesundheitspolitik unterstützt und beeinflusst? Und welche Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft entsteht aus dieser Vergangenheit? Am Beispiel der Gynäkologen Percival Treite, Walter Stoeckel und Georg August Wagner werden Fragen von persönlicher sowie institutioneller Täterschaft und Verantwortung beleuchtet. Gedanken zu ethischem Handeln und gesellschaftlicher Verantwortung von Medizinerinnen und Medizinern schließen das Symposium ab. Das Grußwort spricht Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie Virchow-Klinikum, führt durch das Symposium.

Das Symposium mit begleitendem Tagungsband versteht sich als Beitrag zum Projekt „GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung“. Mit diesem Projekt setzt sich die Charité öffentlich mit ihrer Geschichte auseinander und will so auch den Dialog über die Verantwortung der Medizin und der Wissenschaft in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anregen.

Die digitale Veranstaltung fand am Montag, den 10. Mai, von 16:30 bis 21:00 statt. Von der Veranstaltung wird ein Video-Mitschnitt online auf der Webseite  zur Verfügung gestellt. Sie können die Beiträge ansehen, indem Sie auf die einzelnen Bilder klicken.

Zum GeDenkOrt.Charité: https://gedenkort.charite.de/

Online-Symposium der Charité-Frauenklinik - Videos

Grußworte Prof. Jalid Sehouli Klinik für Gynäkologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum Prof. Wolfgang Henrich Kliniken für Geburtsmedizin, CVK/CCM Prof. Jens-Uwe Blohmer Kliniken für Geburtsmedizin, CVK/CCM Prof. Heyo K. Kroemer Vorstandsvorsitzender der Charité
Die Charité im „Dritten Reich“ Prof. Sabine Schleiermacher, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité
Schuld und Täterschaft – Schicksal oder freie Entscheidung? Das Beispiel des Ravensbrücker Lagerarztes Percival Treite (1911-1947) Jaqueline Turek / Mathias Schmidt, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, RWTH Aachen
„Meine in Auschwitz angefertigten Röntgenaufnahmen hat Professor Wolff aus Berlin am 7. oder 8. Januar 1945 in Berlin gesehen.“ Beispiele für Carl Claubergs (1898 – 1957) Zwangssterilisationen in Block 10 Prof. Hans-Joachim Lang, Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen
Im Schatten der Universitäts-Frauenklinik? Georg August Wagner (1873-1947) und die Charité-Frauenklinik Prof. Andreas D. Ebert, Praxis für Frauengesundheit, Berlin
„… daß wir nicht geboren sind glücklich zu sein, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen …“ Biographische Anmerkungen zu Walter Stoeckel (1871–1961) Prof. Matthias David, Klinik für Gynäkologie, CVK
„Wir können ihr Geschick nicht wenden“ – die Ausgrenzung und Vertreibung jüdischer Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie Priv. Doz. Wolfgang Frobenius / Prof. Fritz Dross, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Warum an die eugenisch-präventive Sterilisation erinnern? Prof. Hanfried Helmchen, ehem. Klinik für Psychiatrie, FU Berlin
Ethische Implikationen und Schlussfolgerungen heute Prof. Susanne Michl, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité
Resümee und Verabschiedung Prof. Jalid Sehouli, Klinik für Gynäkologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum