Endometriosezentrum

An unserem Endometriose-Zentrum arbeiten speziell ausgebildete gynäkologische Experten. Hier werden Wissen und Kompetenz zu dieser komplexen Erkrankung gebündelt. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen ärztlichen Disziplinen ist eng.

Im Durchschnitt vergehen in Deutschland sechs Jahre vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose von Endometriose. Die Gründe für diesen unnötig langen Leidensweg sind meist mangelndes Wissen und fehlende Erfahrung mit dieser Erkrankung. Genau hier setzt die Idee des Endometriosezentrums an: Hier werden Patientinnen von speziell ausgebildeten Experten betreut und behandelt. So werden Wissen und Kompetenz gebündelt und zum Nutzen der Patientinnen eingesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen den ärztlichen Disziplinen wird täglich praktiziert.

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Zertifizierung, Zusammenarbeit, Forschung

Am Endometriose-Zentrum der Charité unter Leitung von Frau Professor Dr. med. Sylvia Mechsner am Campus Benjamin Franklin in Berlin Steglitz haben wir jahrelange Erfahrung mit diesem interdisziplinären Ansatz. Unser zertifiziertes Zentrum wurde im Jahr 2000 gegründet. Seitdem bieten wir spezielle Endometriose-Sprechstunden für Patientinnen an, bei denen der Verdacht auf eine Endometriose besteht beziehungsweise die Erkrankung schon bekannt ist. Jährlich betreuen wir mehr als 1000 Patientinnen, rund 150 operieren wir jedes Jahr. Fast immer kommen dabei endoskopische Operationsmethoden zum Einsatz, auch bei sehr ausgedehnten Befunden. Seit November 2008 ist unser Zentrum durch die Stiftung Endometriose Forschung (Stufe III) zertifiziert.

Mit den Jahren hat sich eine intensive Zusammenarbeit unseres Zentrums mit weiteren Fachbereichen der Charité etabliert, um insbesondere bei schweren Erkrankungen eine umfassende Beratung, Betreuung und Therapie unter einem Dach zu gewährleisten. Zu den kooperierenden Abteilungen zählen die urologische und chirurgische Klinik, die Schmerzambulanz, die Zentralen Endoskopie, die Klinik für Psychosomatik, die Akademie für Sexualmedizin und das Zentrum für Naturheilkunde. Neben den internen Kooperationspartnern konnten wir sogenannte Komplementäre Therapieverfahren mit in unser Konzept der multimodalen Therapie einbeziehen. Hier sind insbesondere die Osteopathie, die Homäopathie sowie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zu nennen.

Der Forschung und Lehre verpflichtet.

Neben der Krankenversorgung sehen wir es als unsere Aufgabe, durch Forschung und Lehre das Wissen über Endometriose zu vertiefen und zu verbessern. Seit der Gründung des Zentrums führen wir sowohl Grundlagenforschung als auch klinische Studien zur Wirksamkeit operativer und medikamentöser Therapien durch (link). Auch die Ausbildung und Weiterbildung sind wichtiger Bestandteil des Endometriosezentrums. Interessierten Ärzten stehen unsere Sprechstunden und der Operationssaal zur Hospitation offen. Die seit der Gründung des Endometriosezentrums an der Charité jährlichen "Endometriosesymposien" sind sowohl an die niedergelassenen oder im Krankenhaus tätigen Kolleginnen und Kollegen als auch an betroffene Patientinnen und ihre Angehörigen gerichtet.

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