Brustzentrum

Eine von zehn Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Hier erfahren Sie mehr über das interdisziplinäre Brustzentrum.

Das Brustzentrum der Charité ist ein zertifiziertes Brustzentrum. Das heißt: Die Qualität der Arbeit wird von unabhängigen Institutionen wie der Deutschen Krebsgesellschaft und dem TÜV regelmäßig überprüft und beglaubigt.

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Brustzentrum

Der Mensch im Mittelpunkt.

Für viele Frauen ist die Diagnose Brustkrebs erschütternd und verändert das Leben von einem Tag auf den anderen grundlegend. Jede Frau empfindet Angst und Schmerz anders. Es ist uns deshalb sehr wichtig, unseren Patientinnen als hilfebedürftigen Menschen zu begegnen und ihnen Respekt und Zeit entgegenzubringen. Diese Grundorientierung ist die Basis unserer gesamten Arbeit. Ein sichtbarer Aspekt dieser Haltung: An unserem Brustzentrum arbeiten Psychologinnen und drei Fachschwestern für Brusterkrankungen (Breast Care Nurses), die den Patientinnen zusätzlich helfen, sie beraten und unterstützen. Jede Patientin hat außerdem eine/n konstanten ärztliche/n Ansprechpartner/in (die Senologin/den Senologen), die/der bei ersten Kontakt in der Sprechstunde im Brustzentrum den Brustultraschall durchführt, wenn notwendig zusammen mit der minimal-invasiven Biopsie, die bisherigen Befunde bespricht und die weitere Behandlung plant, die Brustoperation durchführt einschließlich der sofortigen Wiederherstellung, wenn notwendig und möglich, die Empfehlungen der Tumorkonderenz bespricht, die medikamentöse Behandlung und Nachsorge begleitet, kurz gesagt "Behandlung aus einer Hand, interdisziplinär unterstützt". Auch spätere Operationen zur Wiederherstellung der entfernten Brust werden von diesen Senologen durchgeführt, bei bestimmten Methoden (den freien Lappen) unterstützt durch plastische Chirurgen.

Ein interdisziplinärer Ansatz.

Für eine optimale Behandlung von Brustkrebs reicht es heute nicht mehr aus, dass sich nur eine ärztliche Disziplin um die Patientinnen kümmert. Eine Reihe von Spezialisten sind heute an Diagnose und Therapie beteiligt: Die gynäkologischen Senologen, die Radiologen, die Pathologen, die Radio-Onkologen (Strahlentherapeuten), die Psychoonkologen, die Plastischen Chirurgen und die Internistischen Onkologen.Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einem so großen Team ist die kontinuierliche Absprache. Im Brustzentrum der Charité beraten deshalb in der wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz alle Experten den Fall jeder einzelnen Patientin. Damit sind alle Experten auf dem gleichen Wissensstand und tragen die Behandlungsempfehlung gleichberechtigt mit. Selbstverständlich können Patientinnen die Ergebnisse der Tumorkonferenz zu ihrer Erkrankung einsehen und Kopien davon erhalten. Operationstermin und weitere Therapien werden von allen Fachrichtungen unterstützt und zentral koordiniert.Für die Patientin bedeutet dieses interdisziplinäre Vorgehen auch, dass sie sich um die Organisation ihrer Behandlung nicht kümmern muss. Zugleich hat sie die Gewissheit, dass wirklich alle Aspekte ihrer Person und ihrer Erkrankung berücksichtigt werden und dass damit eine individuelle Therapie garantiert wird. Die Tumorkonferenz ist damit das Herzstück des Brustzentrums und für die Patientin die Garantie für den höchsten Standard ihrer Behandlung.

Auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Die Zahl der Brustkrebs-Therapien ist inzwischen nahezu unüberschaubar. Nicht alles hilft allen. Deshalb sichten führende Experten (darunter auch Ärzte der Charité) in regelmäßigen Abständen die Flut von Daten zu Behandlungsmöglichkeiten und dokumentieren das beste Vorgehen in Leitlinien und Therapieempfehlungen. Wir orientieren uns bei der Behandlung streng daran: Zum einen um den Patientinnen einen klaren und nachvollziehbaren Orientierungsrahmen zu bieten. Zum anderen um genau die Behandlung zu empfehlen, für die nachgewiesen werden kann, dass sie nach dem heutigen Stand der Wissenschaft die qualitativ beste in einer bestimmten Krankheitssituation darstellt (so genannte evidenz-basierte Therapie). Übrigens schließt die Orientierung an Leitlinien experimentelle oder gerade etablierte Behandlungsmethoden in bestimmten Fällen keineswegs aus. Zugleich legen wir am Brustzentrum der Charité großen Wert auf eigene Forschung. Unsere Ärztinnen und Ärzte organisieren regelmäßig internationale Kongresse und Fortbildungen und leiten Forschungsstudien auf einer Vielzahl von Gebieten.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Jens-Uwe Blohmer

Direktor der Klinik für Gynäkologie, Charité Campus Mitte, Leiter des Brustzentrums der Charité
Ärztliche Leitung CharitéCentrum 17 für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin mit Perinatalzentrum und Humangenetik

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Dr. med. Jessica Groß

Oberärztin CCM / Leitung Brustzentrum

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