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Informationen zu Brustkrebs

Brustkrebs (medizinisch: Mammakarzinom) ist der häufigste Tumor der Frau. Was ist Brustkrebs genau? Wie häufig ist die Erkrankung? Wie werden Mammakarzinome eingeteilt? Und welche Risikofaktoren gibt es nach dem heutigen Stand der Forschung? Die Antworten zu diesen und weiteren grundlegenden Fragen zum Brustkrebs lesen Sie hier.

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Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs (medizinisch: Mammakarzinom) ist der häufigste Tumor der Frau. Selten kommt die Erkrankung auch bei Männern vor. Brustkrebs ist eine ernstzunehmende Erkrankung, doch bei rechtzeitiger Entdeckung und Behandlung sind heute viele Patientinnen heilbar- oft sogar mit schonenden Methoden.

Die Therapie wird inzwischen stark auf die einzelne Patientin und ihre individuelle Ausprägung der Erkrankung angepasst. Zu den zur Verfügung stehenden und häufig kombinierten Therapien zählen Operation, Medikamente (inbesondere Zytostatika und antihormonelle Medikamente) und Strahlentherapie.

In jüngster Zeit sind weiterhin so genannte zielgerichtete Behandlungen (engl. "targeted therapies") hinzugekommen, also Behandlungen, die Krebszellen zielgenau angreifen (etwa monoklonale Antikörper). Die Forschung an solchen Therapieformen und der wirksamsten Kombination aller zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden ist noch längst nicht abgeschlossen. Unser Brustzentrum engagiert sich stark bei der Erforschung und Erprobung neuer Therapien.

Wie häufig ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist in Deutschland und generell in Industrieländern die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: In Deutschland macht Brustkrebs ca. 28 % aller Krebsneuerkrankungen bei Frauen aus. Im Jahr 2006 (den aktuellsten verfügbaren Zahlen) erkrankten fast 58.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Die Prognose bei Brustkrebs hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert.

Mit zunehmendem Alter steigt das Brustkrebs-Risiko: jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erkranken die Mehrzahl der Frauen. Die meisten Patientinnen erkranken nach den Wechseljahren. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren - und damit einige Jahre unter dem Durchschnitt aller Krebserkrankungen.

Die Rate der Brustkrebsfälle unterscheidet sich in einzelnen Ländern, in Japan liegt sie beispielsweise niedriger als in Deutschland. Die Unterschiede ergeben sich aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem unterschiedlichen Lebensstil in diesen Ländern.

Welche Arten von Brustkrebs gibt es?

Seit Jahren arbeitet die Forschung erfolgreich daran, Tumoren zunehmend präziser zu charakterisieren und damit eine immer individuellere Therapie zu ermöglichen. Hier finden Sie die wichtigsten Beschreibungsmöglichkeiten von Brustkrebs:

  • Die histologische Klassifikation ergibt sich aus der Untersuchung einer Tumor-Gewebeprobe. Beschrieben werden dabei der Ausgangsort und die damit einhergehende Art der Zellveränderung, die ein Tumor aufweist. Hinzu kommt die Unterscheidung, ob ein Tumor noch auf das Ursprungsgewebe beschränkt ist (nicht-invasives Wachstum) oder ob er bereits in das umgebende Gewebe hineinwächst (invasives Wachstum). Typische Klassifikationen nach beiden Merkmalen sind etwa das invasive duktale Karzinom, das invasive lobuläre Karzinom oder das (nicht invasive) duktale Carcinoma in situ.
  • Das so genannte TNM-System erfasst die örtliche Ausdehnung des Tumors (T), den Lymphknotenbefall (N) und Metastasen (M). Ziffern hinter den Buchstaben konkretisieren Größe und Ausdehnung des Tumors (T1-4), Anzahl und Lage der befallenen Lymphknoten (N0-3) sowie das Fehlen oder Vorhandensein von Metastasen (M0 oder M1). Die TNM-Angabe kann durch weitere Unterscheidungen ergänzt werden, etwa zur Ausbreitung der Krebszellen in den Lymphbahnen und Blutgefäßen.
  • Die Hormone Östrogen und Progesteron können das Wachstum von Brustkrebszellen begünstigen. Die Empfänglichkeit eines Tumors für Hormone kann im Labor bestimmt werden. Ausgedrückt wird dies durch die Angabe ER+ (Östrogenrezeptor-positiv) und/oder PgR+ (Progesteronrezeptor-positiv). Diese Bestimmung erlaubt Aussagen über den Verlauf der Erkrankung und spielt für die Wahl der Therapie eine Rolle.
  • Auf Krebszellen können sich so genannte HER2-Rezeptoren befinden. Diese dienen als Bindungsstellen für Wachstumsfaktoren, die die Krebszelle zur Teilung anregen. Sind auf der Zelloberfläche besonders viele HER2-Rezeptoren vorhanden, geht dies oft mit einem aggressiveren Verlauf der Krebserkrankung einher. Der so genannte HER2-Status eines Tumors lässt sich heute bestimmen. Je nach Ergebnis können spezielle Medikamente zum Einsatz kommen, die die Her2-Rezeptoren blockieren und damit das Tumorwachstum hemmen.

Was sind die Risikofaktoren für Brustkrebs?

Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind bis heute kaum bekannt. Man kennt jedoch einige Risikofaktoren - also Einflüsse, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen. Ob und wie diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen, ist im Detail noch kaum beleuchtet, genausowenig wie ihr Zusammenspiel mit weiteren Faktoren wie z.B. dem Alter. Zu beachten ist außerdem, dass einige Faktoren beeinflusst werden können, andere aber nicht. Hier die wichtigsten Risikofaktoren: 

  • Übergewichtige Frauen bekommen häufiger Brustkrebs als Frauen mit Normalgewicht. Ein zu hohes Körpergewicht scheint sich hauptsächlich nach den Wechseljahren risikosteigernd auszuwirken. Auch wer viel tierische Fette isst, scheint tendenziell ein höheres Brustkrebsrisiko zu haben. Ob weitere Ernährungsgewohnheiten das Risiko erhöhen, ist noch unklar. Dazu zählen etwa die Fragen, ob Obst und Gemüse schützend wirken oder welchen Effekt natürliche Phytoöstrogene (pflanzliche Hormone in Lebensmitteln) haben.
  • Gesichert ist hingegen, dass Alkohol das Brustkrebsrisiko erhöht. Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto höher das Risiko.
  • Rauchen scheint bei jungen Frauen, v.a. bei Teenagern, das Risiko zu erhöhen. Bei älteren Frauen ist der Zusammenhang nicht mehr eindeutig. Dass Rauchen in allen Altersgruppen das Lungenkrebsrisiko erhöht, ist hingegen zweifelsfrei belegt.
  • Geschlechtshormone wie Östrogen und Gestagen können das Risiko für Brustkrebs beeinflussen. Die jahrelange Einnahme der Pille etwa kann das Brustkrebsrisiko leicht steigern. Zugleich bietet diese hormonelle Form der Empfängnisverhütung aber statistisch gesehen einen etwas höheren Schutz vor anderen Krebsarten, wie etwa dem Eierstockkrebs.
  • Eine kontinuierliche, über Jahre eingesetzte Hormonersatztherapie in den Wechseljahren (postmenopausale Östrogentherapie) lässt das Brustkrebsrisiko ansteigen. Wenn die Hormone abgesetzt werden, sinkt das Risiko aber innerhalb weniger Jahre wieder auf das durchschnittliche Niveau.
  • Risikosteigernd ist ein später Wachstumsschub im Jugendalter und ein spätes Einsetzen der Wechseljahre (Klimakterium mit anschließender Menopause).
  • Ein höheres Risiko haben außerdem Frauen, die kein Kind bekommen haben bzw. solche die bei der Geburt des ersten Kindes über 30 Jahre alt waren. Einen schützenden Effekt haben jede Schwangerschaft bzw. Geburt. Schützend wirkt es ferner, sein Kind zu stillen - und zwar umso mehr, je länger gestillt wird.
  • In rund zehn Prozent aller Brustkrebsfälle spielten Gene eine wesentliche Rolle: Veränderungen (Mutationen) am BRCA-1- und BRCA-2-Gen können das Risiko deutlich steigern. Es gibt aber auch noch weitere Gene, die bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen. Ihr Einfluss wird derzeit erforscht. Ein erstes (aber keineswegs ausreichendes) Indiz für ein genetisch erhöhtes Brustkrebsrisiko kann eine Häufung von Brust- und Eierstockkrebsfällen in der Familie sein. An der Charité Mitte bieten wir eine spezialisierte Beratung an, um das individuelle Risiko zu ermitteln.
  • Veränderte Gene tragen nicht nur direkt sondern noch häufiger indirekt zur Entstehung von Brustkrebs bei, etwa indem sie die Anfälligkeit auf äußere Risikofaktoren beeinflussen

Ist eine Rekonstruktion nach Brustoperationen möglich?

Nach Brustoperationen ist die Rekonstruktion möglich und immer angestrebt! An unserer Klinik werden dabei alle Verfahren eingesetzt. Hierzu zählen unter anderem:

  • Silikonimplantate / Hautexpander
  • Eigengewebsrekonstruktionen
  • Einsatz gewebeverstärkender Netze
  • freie und gestielte Lappenplastiken aus Eigengewebe
  • Transfer von abgesaugtem Fettgewebe (Liposuction und Lipofilling)

Im Folgenden lesen Sie detaillierte Informationen zur Brustrekonstruktion:

Mikrochirurgische Brustrekonstruktion aus Eigengewebe

Die weibliche Brust kann prinzipiell entweder mit Fremdmaterial (Silikonimplantat und/oder Expander) oder aus Eigengewebe rekonstruiert werden. Welche Art der Rekonstruktion die für Sie optimale Variante ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Ihr Gesundheitszustand und Lebensstil, der Brustgröße, den lokalen Gewebegegebenheiten, den Voroperationen und einer evtl. Bestrahlung – und nicht zuletzt natürlich auch von Ihren persönlichen Wünschen. Für eine sofortige Rekonstruktion bei erhaltenem Hautmantel (bzw. bei einer subkutanen Mastektomie) bietet sich als einfachstes und sicherstes Verfahren der Wiederaufbau mit Silikonimplantaten an. Bei einer kompletten Brustamputation muss als Zwischenschritt ein Hautexpander eingebracht und dann in regelmäßigen Abständen aufgefüllt werden, um sukzessive einen Hautüberschuss zu produzieren. Hierfür stehen uns eine Vielzahl an Implantaten und Ballonprothesen (sogenannten Hautexpandern) der weltmarktführenden Hersteller zur Verfügung. Form (rund / anatomisch), Größe und Oberflächenbeschaffenheit werden individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Insbesondere bei den modernen hautsparenden Operationsverfahren in der Brustkrebschirurgie kann das Silikonkissen als Übergangslösung im Sinne eines „Platzhalters“ verwendet werden, um den Hautmantel in Form, Größe und Hautelastizität zu erhalten. Hierdurch wird die erste Operation deutlich verkürzt, wir erreichen eine höhere onkologische Sicherheit und es kann in aller Ruhe entschieden werden, ob und in welcher Weise das Ergebnis der Brustrekonstruktion durch einen Eigengewebsaufbau verbessert werden soll. Die Brustrekonstruktion aus Eigengewebe erzielt ein natürliches und dauerhaft nachhaltiges Ergebnis. Die aufgebaute Brust altert mit Ihnen und folgt Ihrer Ernährungssituation. Spätere mehrfache Implantatwechsel in einigen Jahren entfallen, was insbesondere von Vorteil für die Krankheitsbewältigung der Betroffenen ist. Allerdings ist das Verfahren operativ auch deutlich aufwändiger und sowohl die Operation als auch die Heilungsphase langwieriger.  

Die mikrochirurgischen Verfahren zur Wiederherstellung der Brust mit Eigengewebe wurden in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt, und werden an unserer Klinik von erfahrenen Plastisch-Ästhetischen Chirurgen mit spezieller mikrochirurgischer Ausbildung durchgeführt. Heute sind wir in der Lage, eine natürliche und symmetrische Brust meist vom Unterbauch (sog. DIEP – Lappenpastik), Gesäß (S-/IGAP / FCI – Lappenplastik) oder in Ausnahmefällen vom Rücken (Lattissimus-dorsi-Lappenplastik) zu formen und gleichzeitig die in der Vergangenheit häufig berichteten Beeinträchtigungen an der Entnahmestelle zu minimieren.

Rekonstruktion mit Gewebe vom Bauch (DIEP – oder SIEA – Lappenplastik)

Diese Art der Wiederherstellung ergibt anerkanntermaßen das natürlichste Ergebnis, da Haut und Fettgewebe des Bauches am ehesten der Haptik der Brust entsprechen. Daher ist dieses Verfahren auch unsere favorisierte Wahl: Voraussetzung ist allerdings ausreichendes Bauchgewebsvolumen – hier kommt auch der vorteilhafte Nebeneffekt zum Tragen: die zum Verschluss der Bauchdecke notwendige Bauchdeckenstraffung.

Durch diffizile Präparation können wir aus dem Unterbauchfett quasi ein „körpereigenes Implantat“ mitsamt eigener Durchblutung (Arterie und Vene) entnehmen und dann frei transplantieren, d.h. die Blutgefäße unter dem Mikroskop an das Blutgefäß anschließen, welches die Brust versorgt. Der große Vorteil bei dieser Methode ist, dass kein Bauchmuskel bzw. nur eine kleine Muskelmanschette mittransplantiert werden muss. Diese Variante nennt sich „Deep Inferior Epigastric Perforator“ – oder kurz DIEP-Flap (englisch für Lappenplastik). Unter Umständen ist das Volumen am Unterbauch sogar für den Fall ausreichend, wenn aus onkologischen Gründen beide Brüste rekonstruiert werden müssen, dies nennt man dann Doppel-DIEP.

Eine neuere Methode stellt die sog. „Superficial Inferior Epigastric Artery“ oder kurz SIEA – Lappenplastik dar: Hier wird der Haut-Fett-Lappen über die oberflächliche epigastrische Arterie durchblutet, der Vorteil dabei ist , dass man den geraden Bauchmuskel (Rekutsmuskel) mitsamt seiner Faszienscheide nicht mehr eröffnen muss, so bleibt die Bauchdecke komplett geschont. Der Nachteil ist jedoch, dass nicht alle Patientinnen diese oberflächliche Arterie in ausreichender Kaliberstärke besitzen, weshalb diese Entscheidung immer erst intraoperativ getroffen werden kann.  

Nach vier bis sechs Monaten ist der innere Heilungsprozess abgeschlossen, dann können kleinere Korrekturoperationen wie ggf. eine angleichende Straffung der gegenseitigen Brust oder die Rekonstruktion der Brustwarzen erfolgen. Die resultierende Narbe am Unterbauch lässt sich in der Kleidung gut verbergen und verblasst ebenfalls mit der Zeit.

Alternativen der Eigengewebsrekonstruktion zum Unterbauch: S-GAP-, I-GAP oder FCI – Lappenplastik vom Gesäß, TMG- oder ALTP-Lappenplastik vom Oberschenkel

Sollte die Entnahme vom Unterbauch mangels fehlendem Volumens oder größerer Voroperationen am Bauch nicht möglich sein, so stehen eine Reihe anderer Entnahmestellen alternativ zur Verfügung: So kann beim Aufbau mit Gesäßgewebe ein Haut-Fettgewebsblock mit versorgenden Blutgefäßen aus dem oberen (S-GAP) oder unteren (I-GAP/FCI) Gesäßregion genommen. Die Narbe verschwindet meist diskret in der natürlichen Gesäßfalte und ist später kaum noch wahrnehmbar.

Analog hierzu kann in Sonderfällen auch mikrochirurgisch ein Gewebeblock vom äußeren oder inneren Oberschenkel entnommen werden (TMG = Gracilis-Lappenplastik oder ALTP vom Oberschenkel).

Wir werden das für Sie optimale Verfahren im Rahmen der Vorstellung herausarbeiten und individuell ausführlicher besprechen.

 

Wie bereite ich mich am besten auf diese Operation vor?

Vor dem Eingriff sollten Sie in möglichst guter gesundheitlicher Verfassung sein. Planen Sie bitte mindestens sechs Wochen Erholungszeit nach der Operation ein, in dieser Zeit sollten Sie auch nicht reisen. Als Raucherin sollten Sie mind. vier bis sechs Wochen vor und nach der Operation das Rauchen einstellen, um das Risiko von Infekten und Wundheilungsstörungen zu verringern. Nehmen Sie bitte 14 Tage vor dem Eingriff keine blutverdünnenden Medikamente (z.B. Aspirin) ein. Sollten Sie Tamoxifen einnehmen, so sollte dies ebenfalls einige Zeit vorher abgesetzt werden.

Bei der Neigung zu Thrombosen führen wir vorher zur Sicherheit eine erweiterte Blutuntersuchung durch, bei der besondere Blutgerinnungswerte erfasst werden. Zudem werden wir die Bauchgefäße durch eine Computertomografie mit Kontrastmittel darstellen, um die OP-Zeit zu verkürzen und damit die Patientensicherheit zu erhöhen.

 

Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose parallel durch zwei OP-Teams. Ein Team bereitet die Gefäße an der zu rekonstruierenden Brust zum Anschluss des Lappens an die Blutversorgung vor. Das andere Team präpariert den Unterbauchhautfettlappen, welcher vollständig von der Bauchwand gelöst und daraus anschließend die neue Brust geformt wird. Die für die Blutversorgung notwendigen Blutgefäße des Lappens werden unter dem Mikroskop mit den entsprechenden Gefäßen an der Brustwand verbunden. Der entstandene Defekt an der Bauchwand wird wie bei einer herkömmlichen Bauchdeckenstraffung verschlossen. Die Bauchmuskeln werden bei dieser modernen Operationstechnik nicht mehr beeinträchtigt.

Die Operation erfolgt an unserer Klinik immer durch zwei erfahrene Plastisch-Ästhetische Chirurgen, die als Oberärzte fest im Team des Brustzentrums der Charité am Campus Mitte arbeiten. Vorbereitende Sprechstunden, die eigentliche Operation und die postoperative Nachbetreuung aller Patient:innen bleiben so in einer Hand.


Welche Risiken bestehen?

Das Hauptrisiko ist eine mangelnde Durchblutung des transplantierten Gewebes durch die Brustwandgefäße mit einem möglichen resultierenden Verlust des Unterbauchhautfettlappens bzw. der neu rekonstruierten Brust. Diese Komplikation liegt bei circa 3-5%. Ansonsten gelten wie für andere Operationen allgemeine Operationsrisiken wie Wundinfektion, Gefühlsstörungen, Lymphabflussstörungen, Thrombose- und Embolierisiko, etc. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch werden wir Sie individuell über die Operation und deren mögliche Komplikationen informieren.

Nach der Operation

Der stationäre Aufenthalt ist etwa für 8-12 Tage notwendig. Die Zeitdauer bis zur vollständigen Regeneration kann, je nach individueller Veranlagung, unterschiedlich sein. Sie sollten sich für 8 bis 12 Wochen körperlich schonen, danach können sportliche Betätigungen langsam wieder begonnen werden. Die Hautnähte bestehen aus resorbierbaren Nahtmaterial, dass sich von selbst auflöst und nicht gezogen werden muss. Eine Tumornachsorge kann nach der Operation problemlos sonographisch oder kernspintomographisch bei Ihrem weiterbehandelnden Arzt erfolgen.

 

Haben Sie Fragen zur Brustrekonstruktion aus Eigengewebe?

Sie interessieren sich für einen Brustaufbau aus Eigengewebe? Sie haben eine Implantatrekonstruktion erhalten und nun Probleme, z.B. mit einer Kapselfibrose? Sie möchten herausfinden, ob Sie eine geeignete Kandidatin für diese operativen Verfahren sind? Gerne beraten wir Sie in unserer interdisziplinären Sprechstunde zum Thema Brustrekonstruktion aus Eigengewebe. Vereinbaren Sie hierzu einfach einen Termin über das Brustzentrum. Hierfür benötigen Sie eine Überweisung von Ihrem/r Gynäkologen/in.

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Weitere Informationen zur Rekonstruktion, insbesondere unter onokologischen Gesichtspunkten, erhalten Sie auch auf den Seiten der Deutschen Krebsgesellschaft, an dessen Arbeit auch unsere Klinik beteiligt ist. Link.