Registerstudien

  • Invasiv-lobuläres Mammakarzinom (ILC)
  • Berlin Young Patients (BYP)
  • Therapierefraktäres Mammakarzinom (TRM)

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ILC-Registerstudie

Molekularpathologische und genetische Charakterisierung invasiv lobulärer Mammakarzinome (engl. invasive lobular carcinoma)

Der invasiv lobuläre Brustkrebs stellt nach dem invasiv duktalen, der als „no special type“ (NST) bezeichnet wird, den zweithäufigsten Subtypen des Mammakarzinoms dar. Beide Arten unterscheiden sich grundlegend in klinischem Bild und damit verbunden auch in Metastasierungsmuster und Krankheitsverlauf. Trotz dieser Unterschiede werden die beiden Karzinomarten bis auf wenige Ausnahmen noch ähnlich behandelt, da Daten hinsichtlich einer Risikoabschätzung, prognostischer und prädiktiver Faktoren fehlen. Ziel der ILC-Registerstudie ist es, Krankheitsverläufe invasiv lobulärer Mammakarzinome zu vergleichen, um somit langfristig Hochrisikokonstellationen besser und früher zu erkennen. Dies geschieht mit Hilfe der Korrelation genetischer Mutationsprofile der Primärtumoren und ggf. des metastatischen Gewebes mit molekularbiologischen Faktoren und klinischen Parametern wie der Tumorklassifikation, dem Therapieregime, der Bildgebung und den Langzeitdaten der Patient-Reported Outcomes.

Projektleitung
Dr. med. Maria M. Karsten

Kooperation
Paul Jank, Prof. Dr. med. Carsten Denkert, Institut für Pathologie, Universität Marburg
Steffi Oesterreich, Magee-Womens Research Institute, University of Pittsburgh

Promovierender
Toni Ljubičić

BYP-Registerstudie

Berlin Young Patients – Registerstudie zu Inzidenz und Verlauf von Mammakarzinomen bei Patientinnen unter 40 Jahren

Das Risiko vor dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs zu erkranken ist gering, jedoch ist ein frühes Erkrankungsalter häufig mit einer schlechteren Prognose assoziiert. Zudem liegt bei jungen, an Brustkrebs Erkrankten häufiger eine familiäre Häufung durch Keimbahnmutationen in Genen, die an der homologen Rekombination beteiligt sind (BRCA-1/ -2, CHEK 2, PALB2, ATM u. a.), vor. Bislang ist nur wenig über das Vorliegen somatischer Mutationen in diesem Kollektiv bekannt. Diese und andere Parameter, die Tumoraussehen, –zusammensetzung und –wachstum beeinflussen, sollen im BYP-Register erfasst und genauer untersucht werden. Ziel ist es, ein genaueres Verständnis für die Besonderheiten des Mammakarzinoms junger Menschen zu entwickeln, aus dem heraus sich zukünftig möglicherweise neue Therapieansätze ableiten lassen.

Projektleitung
Dr. med. Maria M. Karsten
PD Dr. med. Dorothee Speiser

Kooperation
Paul Jank, Prof. Dr. med. Carsten Denkert, Institut für Pathologie, Universität Marburg
Steffi Oesterreich, Magee-Womens Research Institute, University of Pittsburgh

Promovierende
Mara Daniel
Anna Hage

TRM-Registerstudie

Pathologische und klinische Charakterisierung therapierefraktärer Mammakarzinome

Im Bereich der Senologie bestehen derzeit noch viele Wissenslücken hinsichtlich der Besonderheiten therapierefraktärer Mammakarzinome. Gerade diese Form des Brustkrebses stellt für die Betroffenen jedoch häufig eine große Belastung dar, da sie mitunter viele verschiedene Therapien benötigen. Um ein besseres Verständnis der Besonderheiten therapierefraktärer Mammakarzinome zu entwickeln, gilt es diese bezüglich ihrer Zusammensetzung und Mutationsprofile zu untersuchen. Mittels Untersuchungen am Tumorgewebe und Blut auf Veränderungen, die Tumorart, –aussehen und –wachstum beeinflussen, wird ein Register aufgebaut, mit Hilfe dessen sich ggf. Wege eröffnen, Resistenzen zu vermeiden und neue Therapieansätze zu gestalten.

Projektleitung
Dr. med. Maria M. Karsten

Kooperation
Paul Jank, Prof. Dr. med. Carsten Denkert, Institut für Pathologie, Universität Marburg