Symptome und Komplikationen von Myomen

Symptome

Bei etwa einem Viertel aller betroffenen Frauen verursachen Myome keine Beschwerden und werden bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt entdeckt. Meist verursachen nur große Myome merkliche Symptome, Art und Stärke der durch Myome verursachten Symptome sind sehr unterschiedlich. Beides hängt entscheidend davon ab, wo innerhalb der Gebärmutter sich das Myom befindet, und wie schnell es wächst. Die Wachstumsgeschwindigkeit wiederum hängt von hormonellen Einflüssen ab. Häufig treten die Symptome vor und während der Regelblutung auf. Bei entsprechender Größe der Myome können die Beschwerden aber auch zyklusunabhängig auftreten.

Zu den häufigen Symptomen zählen:

  • Blutungsstörungen: Dazu zählt eine verstärkte Regelblutung (Hypermenorrhoe), eine verstärkte und lang anhaltende Blutung (Menorrhagie) und Zwischenblutungen außerhalb des normalen Zyklus (Metrorrhagie)
  • Heftige, z.T. wehenartige Schmerzen während der Monatsblutung. Bei starken Blutungen können Blutgerinsel entstehen, deren Ausscheidung Krämpfe verursachen kann.

Zu den weniger häufigen Symptomen von Myomen zählen:

  • Starker Harndrang
  • Verstopfung
  • Bauch- oder Rückenschmerzen
  • Nieren-, Bein- oder Seitenschmerzen
  • Fremdkörpergefühl, das sich bei körperlicher Anstrengung, beim Bücken oder während des Geschlechtsverkehrs verstärken kann

Komplikationen

Myome können neben den unmittelbaren Beschwerden manchmal gefährliche Komplikationen auslösen, auf deren Vermeidung die Myombehandlung nicht zuletzt abzielt. Die wichtigsten Komplikationen finden Sie hier in der Übersicht. 

Zunächst eine gute Nachricht: Myome entwickeln sich nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft wohl nicht in bösartige Tumore (Sarkome). Dies hatte man jahrelang vermutet. Neuere genetische Studien haben gezeigt, dass Sarkome unabhängig zu entstehen scheinen. Allerdings ist es schwierig anhand der bildgebenden Untersuchungsmethoden ein Myom von einem Sarkom zu unterscheiden, so dass die operative Entfernung und feingewebliche Untersuchung allein Aufschluss über die Natur des Myomknotens ergibt.

Die verstärkten oder lang anhaltenden Monatsblutungen können zu einer Blutarmut (Anämie) verbunden mit Eisenmangel führen. Die Anämie ist durch einen Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) charakterisiert. Klassische Symptome sind Blässe, Herzklopfen, Atemnot bei Belastung, Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwäche und leichte Ermüdbarkeit. Um den Schweregrad einer Anämie festzustellen, wird der Hämoglobingehalt des Blutes gemessen.

Myome können ferner Komplikationen in der Schwangerschaft auslösen. Da in der Schwangerschaft größere Mengen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen ausgeschüttet wird, wachsen Myome in dieser Zeit schneller. Je nach Lage und Größe der Myome kann es zu vorzeitigen Wehen, einer Blockade des Geburtskanals oder Schmerzen kommen. Myome können - wenn sie direkt unter der Gebärmutterschleimhaut oder in der Gebärmutterhöhle liegen - zu Eileiterschwangerschaften oder Fehlgeburten führen. Die erhöhte Fehl- und Frühgeburtsrate bei Myompatientinnen ist wissenschaftlich erwiesen. Liegen Myome vor dem Eileiter, können sie auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Dies kann zur ungewollten Kinderlosigkeit führen. Bei bestehendem Kinderwunsch sind Myome prinzipiell zu entfernen.

Myome, die nur noch über einen Stiel mit der Gebärmutter verbunden sind, können sich um den Stiel drehen, was zu einer Minderdurchblutung führt. Die Beschwerden reichen von starken Schmerzen bis hin zum Absterben von Zellen (Nekrose).

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