Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom): Definition, Häufigkeit, Risikofaktoren

Was ist die Gebärmutter und wozu ist sie da?

Die Gebärmutter (Uterus) liegt im kleinen Becken der Frau und zählt zu den inneren, weiblichen Geschlechtsorganen. In der Schwangerschaft wächst in der Gebärmutter der Embryo heran. Bei der Geburt dient die starke Muskulaturwand des Organs dazu, das Kind zu gebären.

Als Gebärmutterkörper (Corpus Uteri) wird der obere, breitere Anteil der Gebärmutter bezeichnet, innerhalb dessen sich die Gebärmutterhöhe (Cavum Uteri) befindet. Nach unten hin schließt sich der Gebärmutterhals (Cervix uteri) mit dem Gebärmuttermund (Portio vaginalis) an.

Die dicke Muskelschicht (Myometrium) der Gebärmutter ist innen mit der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Diese verdickt sich zyklisch unter dem Einfluss weiblicher Geschlechtshormone und bereitet sich auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Bleibt die Einnistung aus, werden die äußeren Schichten der Gebärmutterschleimhaut durch die Monatsblutung (Menstruation) abgestoßen. An der rechten und linken oberen Ecke des Gebärmutterkörpers münden die Eileiter. Sie stellen die Verbindung zwischen der Gebärmutterhöhle und den Eierstöcken her. In den Eierstöcken werden die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene und Gestagene) produziert. Ein Mal im Monat bringen die Eierstöcke ein Ei hervor, das über die Eileiter in die Gebärmutterhöhle wandert.

Was ist Gebärmutterkörperkrebs und wie häufig tritt er auf?

Im Gebärmutterkörper kann sich Krebs bilden - nicht zu verwechseln mit Gebärmutterhalskrebs, einer eigenständigen Krankheit. Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers sind fast immer Karzinome des Endometriums, da sie von der Schleimhaut der Gebärmutter ausgehen. Bei etwa 11.140 Frauen in Deutschland wird diese Erkrankung pro Jahr entdeckt. Zurzeit sind 7,2% aller krebsbedingten Todesfälle auf ein Endometriumkarzinom zurückzuführen. Durchschnittlich sind betroffene Frauen 69 Jahre alt - bei der großen Mehrheit der Patientinnen tritt die Krankheit also nach den Wechseljahren (Menopause) auf.

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