Klinische Forschung am CervixCentrum

I. Forschungsschwerpunkte

In der klinischen Forschung konzentrieren wir uns auf innovative Behandlungsverfahren, vor allem im Bereich der operativen Therapie von Frauen mit Gebärmutterhalskrebs oder Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs.

Wir wenden dabei laparoskopische Techniken, oft in Kombination mit transvaginalem Zugang an, da wir der Meinung sind, dass die offene Chirurgie bei Frauen mit der Diagnose Gebärmutterhalskrebs nicht adäquat ist und in das letzte Jahrhundert gehört.

Die laparoskopische Lymphonodektomie ist hierbei die Voraussetzung für die adäquate individualisierte krankheitsbasierte Behandlung. Wir haben bis September 2011 1700 laparoskopische pelvine und/oder paraaortale Lymphonodektomien innerhalb der letzten 17 Jahre in unserer Arbeitsgruppe durchgeführt. Im Rahmen unserer klinischen Forschung werden diese endoskopischen Operationsverfahren kontinuierlich verbessert und modifiziert. Die Entfernung der Lymphknoten wird immer weiter eingeschränkt und gewebeschonender durchgeführt, wobei wir die Türwächterlymphknotenentfernung in den Vordergrund stellen.

Gleiches gilt für die Gebärmutterentfernung im Rahmen der Behandlung von Frauen mit Gebärmutterhalskrebs, wo wir ein nervenschonendes Verfahren entwickelt haben und kontinuierlich verbessern. Gleiches gilt für die Trachelektomie, das gebärmuttererhaltende Verfahren bei Frauen mit frühem Gebärmutterhalskrebs, was Schwangerschaft und Fertilität erlaubt.

Bei Frauen mit fortgeschrittener Erkrankung und Gebärmutterhalskrebs entfernen wir im Rahmen unserer endoskopischen Operation tumorbefallene Lymphknoten und versuchen dadurch, die Prognose zu verbessern. Zudem setzen wir Impfverfahren ein, die schonend sind und potentiell in Zukunft eine verbesserte Heilungsrate ergeben.

Bei der Behandlung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals verwenden wir ein exoskopisches Vergrößerungssystem, das uns erlaubt, nur das veränderte Gewebe zu entfernen und das umliegende gesunde Gewebe vorwiegend zu schonen. Dies hilft, Problemen bei künftigen Schwangerschaften vorzubeugen und diese zu vermeiden.

II. Aktuelle Studien

  • Uterus-11-Studie der AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie): Prospektive, randomisierte und multizentrischeTherapieoptimierungsstudie zur Untersuchung des Einflusses des operativen Stagings auf die onkologischen Ergebnisse bei Patientinnen mit Zervixkarzinom der FIGO-Stadien IIB-IV nach Radiochemotherapie
  • Uterus-12-Studie der AGO: Prospektiv randomisierter Vergleich der Sentinel-Lymphknotenentfernung verglichen mit kompletter Lymphknotenentfernung bei Frauen mit Gebärmutterhalskrebs und Tumorgröße < 2 cm
  • Prospektiv randomisierter Vergleich der Schlingenkonisation mittels Exoskopie (VITOM) verglichen mit Kolposkopie
  • Impfung mit p16-Peptiden bei fortgeschrittenem HPV-positivem Zervixkarzinom (in Kooperation mit dem Krebsforschungszentrum Heidelberg). Therapeutische Vakzinierung bei HPV-16-positivem fortgeschrittenem Zervixkarzinom mit langen Peptiden (Kooperation mit Universitätsklinik Leiden/Holland)

III. Publikationen

Im Folgenden finden Sie die (durchgäng in englischer Sprache verfassten) Publikationen von Mitgliedern des CervixCentrums ab 2008, gegliedert nach thematischen Bereichen. Wenn Sie Fragen zu unseren Publikationen haben, sprechen Sie bitte die Autoren direkt an.

Öffnet externen Link im aktuellen FensterHPV

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Öffnet externen Link im aktuellen FensterLaparoskopie (laparoscopy)

Öffnet externen Link im aktuellen FensterLymphadenektomie (lymphadenectomy)

Öffnet externen Link im aktuellen FensterHysterektomie (hysterectomy)

Öffnet externen Link im aktuellen FensterRadiochemotherapie (chemoradiation)

Öffnet externen Link im aktuellen FensterRadiotherapie (radiotherapy)

Kontakt zum Forschungsteam

PD Dr. rer. nat. Andreas Kaufmann
Leiter Labor Tumorimmunologie
t: +49 30 8445 2756

Link-Tipps

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Öffnet externen Link im aktuellen FensterInformationskampagne ZERVITA (Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung und Prävention)

Kontakt zur Frauenklinik

Anmeldung
t: +49 30 450 664 474

Hotline (nur für Ärzte)
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E-Mail: Frauenklinik

Sekretariat

Maren Thurow
Sekretariat
t: +49 30 450 564 172