Gebärmutterhalskrebs: Definition und Häufigkeit

Der Gebärmutterhals und seine Funktion

Der Gebärmutterhals (auch als "Zervix" oder "Cervix" bezeichnet, lateinisch cervix uteri) ist der untere, dünnere Teil der Gebärmutter. Er nimmt etwa ein Drittel der gesamten Gebärmutter ein. Als Gebärmuttermund (portio vaginalis) wird der Teil des Gebärmutterhalses bezeichnet, der in den oberen Abschnitt der Scheide hineinragt.

Eine wichtige Funktion des Gebärmutterhalses und des Gebärmuttermundes ist es, die Gebärmutterhöhle (cavum uteri) nach außen zu verschließen und vor Keimen aus der Scheide zu schützen. Dazu produzieren Drüsenzellen im unteren Bereich des Gebärmutterhalses zähen Schleim. Nur während des Eisprungs und der Monatsregel verflüssigt sich der Schleim, und der Zervikalkanal öffnet sich ein wenig. Während einer Schwangerschaft schließt der geschlossene Gebärmutterhals die Fruchthöhle nach unten ab.

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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Wie fast alle Zellen des menschlichen Körpers können auch die Zellen des Gebärmutterhalses entarten und unkontrolliert wachsen. Bösartige Geschwulste des Gebärmutterhalses (lateinisch carcinoma cervicis uteri) können in unterschiedlichen Teilen des Organs entstehen. 70-80 Prozent gehen vom Plattenepithel und werden deshalb als Plattenepithelkarzinome bezeichnet. Der häufigste Entstehungsort für solche Tumoren ist die so genannte Transformationszone, in der das Plattenepithel des Muttermunds auf das Zylinderepithel des Gebärmutterhalses trifft. In 20 bis 25 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs entsteht der Tumor im Drüsengewebe (Adenokarzinom).

Jedes Jahr erkranken rund 5.470 Frauen in Deutschland an einem Zervixkarzinom. Vorstufen dieser Krebsart sind dabei nicht mitgerechnet, solche Präkanzerosen sind nochmals deutlich häufiger. Interessanterweise unterscheidet sich die Neuerkrankungsrate weltweit drastisch: In Finnland ist sie über zwölf Mal niedriger als in Kolumbien. Das mittlere Alter bei der Erstdiagnose eines Zervixkarzinoms liegt derzeit bei 52 Jahren.

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