Was sind Eierstockzysten und wie entstehen sie?

Eine Eierstockzyste (Ovarialzyste) ist ein mit flüssigem Inhalt gefüllter Hohlraum in oder an den Eierstöcken. Ihre Größe kann von wenigen Millimetern bis zu mehr als 50 Zentimetern reichen. Obwohl Eierstockzysten sehr häufig gutartig sind, sollten sie immer von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) abgegrenzt werden. Eine sorgfältige Diagnostik und Kontrolle ist bei der Erkrankung deshalb besonders wichtig.

Die meisten Ovarialzysten sind funktionelle Zysten, d.h. sie treten abhängig vom Hormonhaushalt auf. Zu den Ursachen zählen zyklusabhängige Hormonschwankungen, Hormontherapien, Schilddrüsenerkrankungen, Erkrankungen der Nebennierenrinde, aber auch Stress und dessen körperlichen Auswirkungen. Funktionelle Zysten bekommen nur geschlechtsreife Frauen, oft kurz nach der Pubertät oder in den Wechseljahren. Sie bilden sich in vielen Fällen spontan wieder zurück und sind meist gutartig.

Es gibt verschiedene Arten funktioneller Zysten: Follikelzysten, Corpus-luteum-Zysten und Luteinzysten. Hinzu kommen so genannte "Schokoladenzysten", die von einer Endometriose-Erkrankung verursacht werden. Eine weitere Art funktioneller Zysten, die polyzystische Ovarien, sind ein Hauptmerkmal des Polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS). Das PCOS ist eine eigenständige Erkrankung, bei der das weibliche Hormongleichgewicht in charakteristischer Weise gestört ist.

Neben den weitaus häufigsten funktionellen Zysten existieren weitere Arten von Ovarialzysten. Dazu zählen die angeborenen Dermoidzysten und Parovarialzysten (Nebeneierstockzysten).

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