Diagnose und Therapie von Eierstockzysten

Diagnose

Kleine Ovarialzysten entdeckt der Frauenarzt meist bei einer routinemäßigen vaginalen und rektalen Tastuntersuchung (Palpation) oder bei einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die entweder über die Bauchdecke oder durch die Scheide durchgeführt wird.

Mit heutigen Ultraschallgeräten können bereits wenige Millimeter große, unbedenkliche Zysten ausfindig gemacht werden. Diese harmlosen Zysten sollten sorgfältig von behandlungsbedürftigen, größeren Zysten abgegrenzt werden - dies stellt oft eine diagnostische Herausforderung dar. Laboruntersuchungen des Blutes können das diagnostische Bild ergänzen. Aussagekräftige Werte sind zum Beispiel bestimmte Entzündungs- oder Hormonwerte.

Wenn die beschriebene Diagnostik kein eindeutiges Ergebnis erbringt, kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) notwendig werden. Dabei wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen und noch während des Eingriffs feingeweblich (histologisch) untersucht. Es wird peinlichst darauf geachtet, dass kein Zysteninhalt oder Gewebe im Bauchraum verstreut wird. Wird bei dieser Untersuchung ein bösartiger Befund festgestellt, wird die Operation fortgesetzt und der Tumor entfernt.

Therapie

Die meisten Ovarialzysten wachsen abhängig vom Hormonhaushalt (funktionelle Zysten, siehe oben). Häufig bilden sie sich nach einigen Monaten von allein zurück. Notwendig ist in dieser Zeit jedoch eine regelmäßige Kontrolle durch den Frauenarzt. Dies gilt insbesondere für Frauen nach der Menopause.

Bilden sich Zysten innerhalb von drei Monaten nicht von selbst zurück, muss eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden. Dabei wird noch während der Operation eine Gewebeprobe entnommen und, wenn nötig, der Tumor dann komplett entfernt. Eine offene Bauchoperation (Laparotomie) kann notwendig werden, wenn ein bösartiger Tumor bereits andere Organe in Mitleidenschaft gezogen hat.

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