Therapie von Eierstockkrebs

Im Zentrum der Therapie steht die Operation, bei der möglichst der gesamte Tumor und alles betroffene Gewebe entnommen werden. Häufig werden die Eierstöcke, die Gebärmutter, Teile des Bauchfells, das große Netz und die Lymphknoten an den großen Blutgefäßen entfernt. Selten kann auch die Entfernung von Teilen des Darms erforderlich werden. Nur selten muss u.U. ein künstlicher Darmausgang (Kolostoma) gelegt werden, der aber meist nach wenigen Moanten zurückverlegt werden kann. Wie umfangreich eine Operation verläuft, lässt sich häufig nicht im Vorhinein sagen, sondern stellt sich erst während des Eingriffs heraus.

Liegt eine Frühform, also ein frühes Stadium von Eierstockskrebs vor, so kann mit Bauchspiegelung (laparoskopisch beziehungsweise minimal-invasiv) operiert werden. Ein großer Bauchschnitt wird vermieden und die Gesundwerdung erfolgt schneller. Zudem kann bei Frauen mit Kinderwunsch evtl. ein Eierstock erhalten werden oder es können Eizellen oder Eierstocksgewebe eingefroren werden und zum Erreichen einer späteren Schwangerschaft dienen.

Nach der Operation wird meist eine Chemotherapie durchgeführt (adjuvante Chemotherapie). Damit sollen evtl.  mikroskopisch noch im Körper verbliebenen Krebszellen mithilfe von Zellwachstumshemmern (Zytostatika) zerstört werden. Bei der Therapie eines Ovarialkarzinoms dauert die Chemotherapie typischerweise ca. vier Monate und umfasst sechs Zyklen im Abstand von 3 Wochen. Die Zahl und Dosierung der gegebenen Medikamente richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild und der Ausbreitung des Tumors. Häufig kommt für die Chemotherapie die Kombination der beiden Medikamente Carboplatin und Paclitaxel zum Einsatz.

Sollte der Krebs nach einiger Zeit wieder auftreten, können eine zweite Operation und eine weitere medikamentöse Therapie notwendig werden. In diesen Fällen stehen vor allem eine Linderung der Beschwerden und eine Eindämmung des weiteren Tumorwachstums  im Vordergrund.

Die oft umfangreiche Operation bei einer Frau mit Ovarialkarzinom hat ernstzunehmende Nebenwirkungen: Durch die Entfernung der Eierstöcke werden jüngere Frauen in die Wechseljahre versetzt. Die Folge können typische Wechseljahresbeschwerden sein - etwa Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Diese Beschwerden kann man aber durch die Einnahme von Medikamenten meist gut in den Griff bekommen.

Unsere Klinik engagiert sich intensiv in der Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten für das Ovarialkarzinom. Dazu zählen etwa klinische Studien, mit denen die Wirksamkeit neuer Medikamente und Operationsverfahren getestet wird.

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