Diagnose von Eierstockkrebs

Einen vergrößerten Eierstock kann der Frauenarzt oft bereits tasten. Über die Bauchdecke wird dabei der Gebärmutterkörper, die Eierstöcke und über die Scheide und den Enddarm der Gebärmutterhals bzw. der Muttermund abgetastet (bimanuelle Palpation). Es schließt sich eine recto-vaginale Tastuntersuchung und ein Abtasten der Lymphknoten an.

Fast immer wird eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) durchgeführt, sowohl über die Bauchdecke als auch über die Scheide. Diese schmerzfreie Untersuchung reicht aber meist nicht zur Diagnosesicherung aus. Weitere Diagnoseverfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), Blasenspiegelung (Zytoskopie) oder Enddarmspiegelung (Rektoskopie) oderim Blut vorgefundene Tumormarker (insbesondere CA-125) können zusätzliche Hinweise liefern.

Entscheidend aber und beweisend ist alleine die feingewebliche Untersuchung (Histopathologie): Liegt ein Verdacht auf ein Ovarialkarzinom vor, erfolgt eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder eine offene Bauchoperation (Laparotomie). Während der Operation wird dabei eine Gewebeprobe entnommen und diese feingeweblich untersucht. Nur wenn sich der Verdacht auf ein Ovarialkarzinom endgültig erhärtet, wird die Operation in größerem Umfang fortgesetzt und der Tumor vollständig entfernt.

Auch der Ausbreitungsgrad eines Tumors wird während der Operation möglichst genau bestimmt. Dabei wird - wie bei anderen gynäkologischen Tumoren auch - die so genannte TNM-Klassifikation verwendet. Dabei steht "T" für die Größe des Tumors (T1-4), N für den Befall von Lymphknoten (N0-3) und M für das das Vorhandensein oder Fehlen von entfernten Metastasen (M0 und M1). Auch eine weitere Einteilung - die so genannte FIGO-Klassifikation - kann ergänzend zur Charakterisierung des Tumors angewendet werden.

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