Operation von Brustkrebs

Der wichtigste Behandlungsschritt für Brustkrebs ist nach wie vor die Operation. Während früher eine Brustkrebs-Operation oft die komplette Entfernung der Brust bedeutete, ist man heute deutlich weiter: In über zwei Dritteln der Fälle kann schonender operiert und die Brust erhalten werden. Dabei legen wir am Brustzentrum-Charité ein besonderes Augenmerk darauf, dass bei brusterhaltenden Operationen für das Aussehen der Brust ein möglichst gutes Ergebnis erzielt wird.

Doch auch wenn die Brust komplett entfernt werden muss, gibt es heute gute Möglichkeiten der Brustrekonstruktion (Brustaufbau). Diese kann direkt nach der Tumor- bzw. Brustentfernung oder in einer späteren zweiten Operation erfolgen – entweder mit einem Implantat oder mit körpereigenem Gewebe. Unser Brustzentrum ist auf jede Art des Brustaufbaus/der Brustwiederherstellung/der Brustrekonstruktion spezialisiert. Neben Prof. Blohmer als zertifziertem Brustoperateur und Ausbilder der AWOGyn (Arbeisgemeinschaft für Wiederherstellende und ästhetische Operationen in der Gynäkologie e.V.) arbeiten weitere spezialisierte Oberärztinnen und Oberärzte auf diesem Gebiet. Internationale und nationale Kongresse und Fortbildungen und Studien werden auf diesem Gebiet von der Charité durchgeführt (Charité-Mayo-Conference, NOGGO). Für spezielle Rekonstruktionen, die so genannten freien Lappen steht ein speziell ausgebildeter plastischer Chirurg zur Verfügung.

Sehr häufig schließt die Operation direkt an die Diagnose an. In einigen Fällen gehen ihr jedoch auch eine medikamentöse Therapie oder eine Strahlentherapie voran, um den Tumor zu verkleinern. Ziel der Operation ist es, den gesamten Tumor aus der Brust zu entfernen. Dazu wird sicherheitshalber auch etwas von dem umgebenden gesunden Gewebe mit entnommen. In der histologischen Untersuchung werden die Schnittränder daraufhin untersucht, ob sie Tumorzellen enthalten. Wenn nicht, kann davon ausgegangen werden, dass der Tumor vollständig entfernt wurde. In wenigen Fällen ist eine zweite Operation notwendig, etwa wenn eine vorherige Biopsie kein klares Ergebnis erbracht hat.

Bei der Operation werden auch Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt, da diese zu einer möglichen Ausbreitung der Krebszellen (Metastasierung) entscheidend beitragen. In einigen Fällen werden dabei alle Lymphknoten der Achselhöhle entfernt (Axilladissektion). Häufig reicht es aber aus, nur einige für die Tumorausbreitung wichtige Lymphknoten zu entfernen (so genannte Wächter- oder Sentinel-Lymphknoten). Nach ihrer Entfernung werden diese feingeweblich untersucht und danach entschieden, ob noch weitere Lymphknoten entfernt werden müssen.

Eine Brust-Operation kann wie jede andere Operation Komplikationen mit sich bringen - von der Wundheilungsstörung bis hin zur meist vorübergehenden Bewegungseinschränkung der Schulter. Nach der Operation schließen sich im Regelfall weitere Therapien (Medikamente, Bestrahlung) an.

Weitere Informationen:

Öffnet externen Link im aktuellen FensterÜberblick des Deutschen Krebsforschungszentrums

Foto: Charité / telefocus

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