Haben Sie ein erhöhtes Risiko?

Als eines von 17 Zentren in ganz Deutschland bieten wir eine Spezialsprechstunde "Familiärer Brustkrebs" an. Wir beraten Frauen, die in Sorge sind, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko zu haben. Dabei arbeiten Gynäkologen, Radiologen und Humangenetiker sehr eng zusammen. Unsere Beratung umfasst zwei Stufen:

Erster Schritt: Checkliste durchgehen

Punkt eins

Im ersten Schritt sollten Ratsuchende eine Checkliste von Aussagen durchgehen. Nur wenn eine oder mehrere der folgenden Aussagen zutreffen, ist ein ausführliches Beratungsgespräch (Hotline: 030 450 527237, Mo–Fr von 8–15 Uhr) sinnvoll.

  • zwei Frauen in Ihrer Familie haben Brustkrebs, mindestens eine ist vor dem 51. Lebensjahr erkrankt

  • drei Frauen in Ihrer Familie sind an Brustkrebs erkrankt, unabhängig vom Erkrankungsalter

  • eine Frau in Ihrer Familie ist vor dem 36. Lebensjahr erkrankt

  • eine Frau in Ihrer Familie ist beidseitig an Brustkrebs erkrankt, wobei die erste Erkrankung im Alter von 51 Jahren oder früher aufgetreten ist

  • eine Frau in Ihrer Familie ist an Brust- und Eierstockkrebs erkrankt

  • eine Frau in Ihrer Familie ist an Brustkrebs erkrankt und eine andere Frau in Ihrer Familie ist an Eierstockskrebs erkrankt

  • eine Frau in Ihrer Familie ist an Eierstockskrebs erkrankt und ein Mann in Ihrer Familie ist an Brustkrebs erkrankt

  • ein Mann und eine Frau in Ihrer Familie sind an Brustkrebs erkrankt

  • zwei oder mehr Frauen in Ihrer Familie sind an Eierstockkrebs erkrankt

Zweiter Schritt: Spezialsprechstunde

Punkt zwei

Im zweiten Schritt beraten wir Frauen, die mindestens eine der obigen Aussage mit "ja" beantwortet haben, in unserer Spezialsprechstunde. Für dieses Gespräch benötigen wir weitere Angaben zur Ratsuchenden und ihrer Familie. Mit der Verarbeitung aller erhaltenen Informationen können wir abschätzen, ob eine Person zu den Frauen gehört, die ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. In einigen Fällen raten wir dann zu einer genetischen Testung, um Mutationen an relevanten Genen feststellen zu können. Sollte das Brustkrebs-Risiko erhöht sein, bieten wir die Teilnahme am Intensivierten Früherkennungsprogramm an.

Die meisten Frauen empfinden aus verständlichen Gründen die Auseinandersetzung mit der Frage, ob sie ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, als sehr belastend. Wir legen deshalb großen Wert auf psychologische Unterstützung und Beratung während der gesamten Zeit, in der wir unsere Patientinnen betreuen.

Weitere Informationen:

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BRCA-Sprechstunde@charite.de

Kontakt zur Frauenklinik

Anmeldung
t: +49 30 450 527 237

Hotline (nur für Ärzte)
t: +49 30 450 664 443

E-Mail: Frauenklinik

Erblicher Brust- und Eierstockkrebs: Öffnet externen Link im aktuellen FensterBRCA-Sprechstunde@charite.de

Sekretariat

Maren Thurow
Sekretariat
t: +49 30 450 564 172