Klinik für Gynäkologie (einschl. Brustzentrum)

Brustkrebs (medizinisch: Mammakarzinom) ist der häufigste Tumor der Frau. Selten kommt die Erkrankung auch bei Männern vor. Brustkrebs ist eine ernstzunehmende Erkrankung, doch bei rechtzeitiger Entdeckung und Behandlung sind heute viele Patientinnen heilbar- oft sogar mit schonenden Methoden.
Die Therapie wird inzwischen stark auf die einzelne Patientin und ihre individuelle Ausprägung der Erkrankung angepasst. Zu den zur Verfügung stehenden und häufig kombinierten Therapien zählen Operation, Medikamente (inbesondere Zytostatika und antihormonelle Medikamente) und Strahlentherapie.
In jüngster Zeit sind weiterhin so genannte zielgerichtete Behandlungen (engl. "targeted therapies") hinzugekommen, also Behandlungen, die Krebszellen zielgenau angreifen (etwa monoklonale Antikörper). Die Forschung an solchen Therapieformen und der wirksamsten Kombination aller zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden ist noch längst nicht abgeschlossen. Unser Brustzentrum engagiert sich stark bei der Erforschung und Erprobung neuer Therapien.
Weitere Informationen:
Broschüre "Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Broschüre "Patientenratgeber Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Brustkrebs ist in Deutschland und generell in Industrieländern die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: In Deutschland macht Brustkrebs ca. 28 % aller Krebsneuerkrankungen bei Frauen aus. Im Jahr 2006 (den aktuellsten verfügbaren Zahlen) erkrankten fast 58.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Die Prognose bei Brustkrebs hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert.
Mit zunehmendem Alter steigt das Brustkrebs-Risiko: jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erkranken die Mehrzahl der Frauen. Die meisten Patientinnen erkranken nach den Wechseljahren. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren - und damit einige Jahre unter dem Durchschnitt aller Krebserkrankungen.
Die Rate der Brustkrebsfälle unterscheidet sich in einzelnen Ländern, in Japan liegt sie beispielsweise niedriger als in Deutschland. Die Unterschiede ergeben sich aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem unterschiedlichen Lebensstil in diesen Ländern.
Weitere Informationen:
Broschüre "Patientenratgeber Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Lehrmodul "Epidemiologie" von Prof. Schneider (Expertenwissen im Überblick)
Lehrmodul "Prognose" von Prof. Schneider (Expertenwissen im Überblick)
Seit Jahren arbeitet die Forschung erfolgreich daran, Tumoren zunehmend präziser zu charakterisieren und damit eine immer individuellere Therapie zu ermöglichen. Hier finden Sie die wichtigsten Beschreibungsmöglichkeiten von Brustkrebs:
Weitere Informationen:
Broschüre "Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Broschüre "Patientenratgeber Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Lehrmodul "Morphologie" von Prof. Schneider (Expertenwissen im Überblick)
Lehrmodul "Staging" von Prof. Schneider (Expertenwissen im Überblick)
Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind bis heute kaum bekannt. Man kennt jedoch einige Risikofaktoren - also Einflüsse, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen. Ob und wie diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen, ist im Detail noch kaum beleuchtet, genausowenig wie ihr Zusammenspiel mit weiteren Faktoren wie z.B. dem Alter. Zu beachten ist außerdem, dass einige Faktoren beeinflusst werden können, andere aber nicht. Hier die wichtigsten Risikofaktoren:
Weitere Informationen:
Broschüre "Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Broschüre "Patientenratgeber Brustkrebs" der Deutschen Krebsgesellschaft
Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums
Lehrmodul "Risikofaktoren" von Prof. Schneider (Expertenwissen im Überblick)
Lehrmodul "Prävention" von Prof. Schneider (Expertenwissen im Überblick)
In den Medien werden immer wieder angebliche Risikofaktoren für Brustkrebs genannt, für die in Wahrheit aber kein Zusammenhang zu dieser Erkrankung nachgewiesen wurde. Dazu zählen:
Zu beachten ist allerdings, dass die Forschung noch keineswegs alle Risikofaktoren für Brustkrebs identifiziert hat.
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